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Kurzferien in Ungarn

Posted by timea on February 19, 2011

Ich würde nicht behaupten, dass die letzten paar Wochen langweilig waren. Ende Januar habe ich bei einer Firma, welche E-Learning-Materialien entwickelt, eine Praktikumsstelle gefunden.  Zum Glück hatte ich noch ein wenig Zeit vor dem Praktikumsbeginn, so konnte ich nach Ungarn fahren, um meine Familie zu besuchen.

In Ungarn (fast) nichts neues... Budapest ist immer noch nicht behindertengerecht. So hatte ich die Wahl, entweder ein Airport-Transfer-Minibus zu bezahlen, welcher zwar nicht umweltfreundlich ist, mich aber bequem vom Flughafen nach Miskolc bis zur Haustür (ca. 180 km) mitnimmt. Oder - wie ich es getan hatte - den Zug zu nehmen, dafür soll ich aber zuerst vom Flughafen bis zum Bahnhof quengeln. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es fast eine Stunde, man muss zweimal umsteigen und das Reisegepäck - in meinem Fall zwei Koffer à 20 kg - wegen fehlenden Rampen, Rolltreppen und Lifte bei jedem Umsteigen die Treppen der U-Bahn hochzutragen. 

Miskolc entwickelt sich ebenfalls nicht in rasantem Tempo. Die Schlaglöcher auf den Strassen erreichen langsam den Ausmass der Löcher, die ich vor ca. 15 Jahren in Rumänien gesehen hatte: ein alter Bauer stand mitten auf einer Landstrasse und wusch gerade seine Gummistiefel in einem der fast knietiefen Tümpel. Es gibt aber auch Fortschritte. Der Erzsébet Platz und das Wellnesszentrum ist nach unendlich langer Bauzeit endlich fertig und nun sieht es wirklich so aus, wie ich mir ein attraktives Stadtzentrum vorstellen würde.

Ich habe insgesamt 8 Tage in meiner Geburtsstadt verbracht und habe es geschafft, dreimal ins Theater, dreimal ins Kino und einmal an ein klassisches Konzert zu gehen. Schlafen kann ich ja auch in der Schweiz. Das Nationaltheater in Miskolc (Miskolci Nemzeti Szinhàz) finde ich wirklich klasse, es bietet ein vielseitiges Programm und beherbergt sogar ein international hoch geachtetes Opernfestival.

Es war grossartig, meine Eltern und Kollegen nach 8 Monaten zu treffen, es ist aber auch schön, wieder zu Hause zu sein. Zwei Zimmerpflanzen haben die wasserkarge Zeit zwar nicht überlebt, der Katze geht es aber gut. Wahrscheinlich deswegen, weil sie bei allfälligen Geräuschen aus der Küche sofort auftauchte und so lange um die Beine von Fabian herumschlich, bis sie gefüttert wurde. Zimmerpflanzen sind da weniger hartnäckig.

 

 

Comments:

Posted by lendaTit on
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